Keine Ausfälle, 50 Prozent Kostenersparnis

Die Nutzung eines Drittanbieter-Netzwerks erwies sich für den IT-Serviceanbieter INVA als kostspielig und ineffizient. Aus diesem Grund setzte das Unternehmen Huawei-Switches mit hoher Kapazität ein, um selbst ein besseres, eigenes Netzwerk aufzubauen.

Das durch die Alpen geprägte Aostatal liegt in der nordwestlichsten Ecke Italiens und wird vom Mont Blanc, dem höchsten Berg Europas, überragt. Das nur 35.000 Einwohner zählende Städtchen Aosta ist die Hauptstadt der kleinsten Region Italiens.

Die Regionalverwaltung Aostas verfügt ebenfalls über einen eigenen IT-Serviceanbieter – INVA. 1988 wurde ein Gesetz verabschiedet, das INVA als öffentliche Körperschaft für die Bereitstellung von IT-Infrastruktur und -Services einsetzte. Seit seinem Bestehen musste INVA jedoch weitgehend auf einen Drittanbieter zurückgreifen, um die WAN-Verbindungen für die eigenen Services in der Region bereitstellen zu können.

Die Herausforderungen

Die von INVA genutzten Drittanbieter-Netzwerkverbindungen waren teuer. Und: Als die Nachfrage nach netzwerkbasierten Services in der Region anwuchs, stand nicht genügend Bandbreite zur Verfügung stand.

„Es gab ein Kostenproblem und auch die Tatsache, dass der Service sehr limitiert war, bereitete Schwierigkeiten“, erläutert Renato Linty, Chief Technical Officer der Abteilung Telekommunikation, gebietsbezogene Systeme und Sicherheit bei INVA.

INVA wollte vor allem WAN-Verbindungen mit mindestens 100 Mbit/s in seinem gesamten Einzugsbereich bereitstellen. Das war mit dem vorhandenen Drittanbieternetzwerk nicht möglich. Eine entsprechende Modernisierung war zwingend erforderlich. Denn den Einwohner von Aosta wäre der (digitalen) Zugang zu behördlichen Diensten und zu Services im Gesundheitswesen erschwehrt worden. Zudem wäre die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen aus der Region beeinträchtigt worden.

Die INVA musste eine Antwort auf diese Problem finden. Man enschied sich für den Aufbau und die Verwaltung eines eigenen Netzwerks  – nicht zuletzt, um Kosten und Leistung selbst zu kontrollieren. Die nächste wichtige Frage war, welcher Anbieter die von INVA benötigte Hochleistungs-Netzwerktechnologie bereitstellen konnte – und das zu einem auch für eine kleine, regionale Verwaltungsbehörde erschwinglichen Preis.

20 Gbit/s am Core sowie Hochverfügbarkeit

INVA hatte die Huawei-Technologie zuvor für WLAN-Bereitstellungen in den eigenen Büroräumen sowie in Krankenhäusern in der Region eingesetzt. Nach einer öffentlichen Ausschreibung im Februar 2015 wandte sich INVA dann im Hinblick auf das Netzwerkprojekt erneut an Huawei. Gemeinsam mit dem Huawei-Partner ISET Telecom, über den die Anschaffungen abgewickelt wurden, richtete INVA basierend auf zwei S9700 Series Terabit Routing Switches das Rückgrat für das Netzwerk ein und installierte an sieben großen Points of Presence (PoPs) S5700-HI Series Advanced Gigabit Switches.

Weitere 12 kleinere PoPs wurden mit S5700-EI Series Enhanced Gigabit Switches ausgestattet, die mit erweiterter Sicherheit, VPN Tunneling und Funktionen für die Datenverkehrsanalyse aufwarten. Das neue Netzwerk war im Mai 2015 installiert und ging im Juli 2015 an den Start. Es bietet 20 Gbit/s am Core sowie Hochverfügbarkeit. In der zweiten Hälfte des Jahres 2015 wurde es auf weitere fünf Standorte ausgeweitet. Renato Linty führt aus:
„Huawei war während des gesamten Vertriebs- und Bereitstellungsprozesses stark involviert. Das Unternehmen war immer sehr zügig, wenn es darum ging, Fragen zu beantworten und Probleme zu lösen.“

100 Mbit/s-Schwelle überschritten

Seit der Implementierung ist das Netzwerk noch nie ausgefallen. Die Leistung ist so gut wie bei anderen Lösungen auf dem Markt, die Equipment-Kosten fallen allerdings um 50 Prozent niedriger aus als bei Konkurrenzanbietern. Und vor allem: Die 100 Mbit/s-Schwelle wurde überschritten. All diese Faktoren sind aus Sicht von INVA von großer Bedeutung. Linty fasst zusammen: „Es ist wichtig, die Kosten gering zu halten, da unsere Kunden aus dem öffentlichen Sektor stammen. Gleichzeitig war die Qualität ein wichtiger Faktor, da sich in unserem Netzwerk einige äußerst wichtige Standorte wie Krankenhäuser befinden.“

Kunden an einigen Schlüsselstandorten können bereits auf bessere Netzwerkservices vertrauen – und INVA plant für die Zukunft die Ausweitung der Vernetzung auf die gesamte Region.

INVA

INVA ist ein IT-Anbieter und bedient die Einrichtungen des öffentlichen Sektors in der autonomen Region Aostatal in Nordwestitalien. Das 1988 gegründete Unternehmen befindet sich im Mehrheitsbesitz der Regionalregierung und bietet eine Reihe von Services – von Technologieberatung über Netzwerkverwaltung bis hin zum Hosting von Rechenzentren.

 

Weitere Informationen unter: www.invallee.it