Ohne verlässliche IT geht auch beim Automobilhandel nichts

Das Autohaus Wolfsburg stand vor der Herausforderung, seine IT-Infrastruktur zu modernisieren. Mit Huawei und Projektpartner KCT realisierte das Unternehmen eine hochverfügbare Server- und Speicherlösung.

Gut 2000 Mitarbeiter kümmern sich im Autohaus Wolfsburg um die Bedürfnisse der Autokäufer – ohne funktionierende IT geht aber auch auf Wolfsburgs Automeile nichts. Um die Technikprobleme der Vergangenheit ad acta zu legen, entschieden sich die Verantwortlichen für einen hochverfügbaren Server- und Speichercluster. Dank erfahrener Berater und Dienstleister ging der Umstieg von der alten Infrastruktur geräuschlos und ohne Betriebsausfall über die Bühne.

Ohne verlässliche IT-Systeme geht auch beim Automobilhandel nichts: von VAUDIS, der für die Volkswagengruppe maßgeblichen IT- Anwendung, über elektronische Verkaufsassistenz, Gebrauchtwagenhandel, Werkstattplanung oder Zeiterfassung bis hin zu Anwendungen für den Handel mit Ersatzteilen. Darüber hinaus betreiben größere Händler wie das Autohaus Wolfsburg natürlich auch eigene SAP- Systeme, ohne die der Tagesablauf ins Stocken gerät.

Nachdem es in der Vergangenheit zu Abstürzen, Datenverlusten und manueller Nacharbeit kam, reagierte Ulf Camehn. Er war der bis Ende Mai 2014 unter anderem für IT-Systeme und kaufmännische Themen zuständige Geschäftsführer im Autohaus Wolfsburg. Für Camehn ist die „IT kein Kostenfaktor, sondern ein Erfolgsfaktor. Sie ist der Blutkreislauf des Unternehmens.“ Entsprechend verlässlich muss sie funktionieren.

Projektpartner

Systemhaus KCT

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

http://www.kct.de

Autohaus Wolfsburg

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Erfolgsfaktor

„IT ist kein Kostenfaktor, sondern ein Erfolgsfaktor. Sie ist der Blutkreislauf des Unternehmens.“

Ulf Camehn,
Geschäftsführer Autohaus Wolfsburg

Höhere Ausfallsicherheit als Anforderung

Um den Problemen auf den Grund zu gehen, beauftragte Camehn Experten von PwC mit einer Analyse. Unter anderem schrieben die Berater dem Autohaus anschließend ein höheres Maß an Ausfallsicherheit ins Pflichtenheft. Daher hielten die Verant- wortlichen des Autohändlers Ausschau nach einem Dienstleister, der eine hochverfügbare IT- Infrastruktur konzipieren, liefern und später auch warten kann.

Fündig wurden sie bei KCT, einem im bayerischen Schwandorf ansässigen Systemhaus, das sich auf mittelständische Kunden spezialisiert hat – und reichlich Erfahrung mitbrachte rund um die Infrastrukturanforderungen der speziellen Anwendungen für Automobilhändler. Darüber hinaus sprach für den Dienstleister, dass er tiefgehende Erfahrungen mit Microsoft-Infrastrukturen hat, die eine über diverse Standorte verteilte Active-Directory- Umgebung betreiben.

In Sachen Hochverfügbarkeit punktete KCT ebenfalls: „Das Systemhaus bot uns ein Hardwarekomplettpaket von Huawei an, das ein sehr spannendes Preis-/Leistungsverhältnis bot“, sagt Ulf Camehn. Christian Paulus, Geschäftsführer von KCT, ergänzt: „Ich bin der festen Überzeugung, dass Hochverfügbarkeit bezahlbar sein muss und auch ist. Somit wird die Ausfallsicherheit auch für Mittelständler gut machbar“, so Paulus.

Gemeinsam mit dem Dienstleister und Vertretern von Huawei definierte der neue IT-Verantwortliche des Autohauses, Dirk Schröder, die konkreten Anforderungen des Autohändlers. „Dabei riet uns Huawei unter anderem zu einem Tiered-Storage-System, um unsere Anwendungen zu beschleunigen“, sagt Dirk Schröder. Hierbei entscheidet das System selbständig je nach Leistungsanforderung, auf welchen Medientyp (Solid State Disk (SSD), SAS, Nearline-SAS) welche Dateien gelegt werden.

Skalierbarkeit ist Trumpf im Mittelstand

Dreh- und Angelpunkt der neuen IT-Infrastruktur ist aber die Hochverfügbarkeit. Um diese zu erzielen, baute KCT alle Komponenten als transparentes Failover-Cluster spiegelbildlich in den beiden Datenräumen der Automeile auf und verband sie über 10-Gigabit-Ethernet. Alle Systeme laufen im Hot-Standby, so dass bei Ausfall der Hauptsysteme ohne Ausfallzeit die redundanten Server und Speicherlösungen alle Aufgaben übernehmen. „Im Normalbetrieb verlagern die Server die Arbeitslasten wie virtuelle Maschinen je nach Auslastung zwischen sich“, sagt Schröder.

Insgesamt laufen auf den ESXi-Hosts derzeit gut 70 virtuelle Maschinen, eine pro Anwendung. Diese Zahl soll künftig noch steigen, wenn beispielsweise auch die SAP-Systeme in virtuellen Maschinen laufen. Auch bei der Virtualisierung ist das Autohaus bei KCT gut aufgehoben: Der Dienstleister bringt hier reichlich Fachwissen mit rund um VMware oder Microsoft Hyper-V.

Jeder der beiden Hosts hat 32 physische CPU-Kerne und rund 800 Gigabyte Arbeitsspeicher. Das Storage-System besteht aus insgesamt 18 Terabyte, die auf Festplatten abgelegt sind und weiteren zwölf auf schnellen Solid State Disks (SSD) gespeicherten Terabyte. „Die von KCT konzipierte Hardware ist durch ihre Skalierbarkeit ideal für Mittelständler“, so Schröder. „Wir haben mit einer kleineren Konfiguration begonnen, die dann im laufenden Betrieb je nach Anwendungsauslastung mitwächst“.

Ausfallsicherheit

„Ich bin der festen Überzeugung, dass Hochverfügbarkeit bezahlbar sein muss und auch ist. Somit wird die Ausfallsicherheit auch für Mittelständler gut machbar.“

Christian Paulus,
Geschäftsführer KCT Systemhaus GmbH

Skalierbarkeit

„Die von KCT konzipierte Hardware ist durch ihre Skalierbarkeit ideal für Mittelständler. Wir haben mit einer kleineren Konfiguration begonnen, die dann im laufenden Betrieb je nach Anwendungsauslastung mitwächst.“

Dirk Schröder, IT Leiter Autohaus Wolfsburg

Umstieg ohne Ausfallzeiten

Der Wechsel von den vorhandenen Server- und Speichersystemen auf die neuen Huawei-Komponenten musste im laufenden Betrieb des Autohauses passieren. Ausfallzeiten waren nicht vorgesehen – und kamen auch nicht vor. Mitverantwortlich hierfür war, dass KCT die komplette Hardware erst bei sich aufgebaut und eingehend getestet hat. Erst dann wurde sie gemeinsam mit Huawei Experten vor Ort beim Autohaus installiert. Anschließend folgte die Migration aller Nutzdaten.

„Wie bei jedem IT-Projekt klappte auch bei der Installation der Server und Speichersysteme nicht alles auf Anhieb“, erinnert sich Dirk Schröder. „Das Gespann aus KCT, Huawei und unseren eigenen Mitarbeitern hat aber alles partnerschaftlich und in kurzer Zeit gelöst“, so der IT-Leiter weiter.

Seit der Cluster in Betrieb ist, erfreuen sich die Mitarbeiter der verschiedenen Händler daran, dass die Arbeit mit den Händler-Applikationen flüssiger von der Hand geht. Die Performance soll durch einen Wechsel von Microsofts Terminal Server 2003 auf die Version 2012 noch einmal steigen.

Und auch die Ausfallsicherheit mussten die IT-Fachleute um Dirk Schröder schon einem Praxistest unterziehen: Im sekundären Rechenzentrum gab es einen Stromausfall, den auch die USV-Systeme nicht abfangen konnten. Die Kollegen haben davon nichts mitbekommen, da die primären Komponenten im Haupthaus alle Aufgaben auch alleine abwickeln konnten.

Referenzprojekt innerhalb der Autohändler-Szene

„Wir können ohne Übertreibung sagen, dass unser neues, auf gesunden Füßen stehendes IT-Konzept aufgegangen ist. Erfreulich ist auch, dass wir innerhalb unseres Budgets blieben“, so Dirk Schröder. Das Autohaus Wolfsburg arbeitet nicht nur mit einem ausfallsicheren, sondern generell stabileren IT- System und muss keine weiteren Datenverluste oder Ausfallzeiten fürchten. Kommt es im laufenden Betrieb dennoch zu Schwierigkeiten, stehen die KCT -Techniker per Remote-Support zur Verfügung. Seit Inbetriebnahme der Lösung im Frühjahr 2015 gab es aber ohnehin keine ernstlichen Einsätze, die Hardware läuft stabil.

Innerhalb der Autohändlerszene Deutschlands hat sich die von KCT für das Autohaus Wolfsburg geschaffene Lösung schon so etwas wie den Ruf eines Referenzprojekts erarbeitet: Dirk Schröder muss bei IT-Leiter-Tagungen Fragen von interessierten Kollegen beantworten – und teilt sein Wissen gerne. Er geht davon aus, dass andere Händler ihre IT künftig nach einem ähnlichen Muster aufbauen werden.

Zusammenfassung

Branche:

– Automobilhandel

Herausforderung:

– Hochverfügbarkeit der IT Systeme

Lösung:

– Virtualisierung auf Basis hochverfügbarer Server und Storage von Huawei

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