Die Deutschen stehen der Digitalisierung kritisch gegenüber, die Chinesen sehen sie positiv. Dies ist eines der Resultate der neuen Huawei-Studie, die seit vier Jahren den interkulturellen Dialog nachhaltig fördert.

„Die diesjährigen Ergebnisse der Huawei-Studie ‚Deutschland und China. Wahrnehmung und Realität’ zeigen erneut, dass die gegenseitige Blick auf einander immer noch nicht frei von Klischees ist“, sagt Torsten Küpper, Vice President von Huawei Deutschland. Küpper weiß wovon er spricht: Bereits 2012 und 2014 erschien die Studie. Die Zielvorgabe ist seit der Erstauflage vor vier Jahren klar definiert: Das gegenseitige Kennenlernen der Kulturen soll nachhaltig gefördert werden.

2016 wurde die Studie erstmals um einen Schwerpunkt im Hinblick auf „die Digitalisierung und digitale Innovation“ erweitert. Ein Thema, das industriell wie gesellschaftlich beide Länder massiv beschäftigt. Zentrale Aspekte weiterer Kapitel sind: Interesse und Kontakt, Politik und Staat, Wirtschaft und Innovation, Gesellschaft und Kultur.

Erstellt wurde die Huawei-Studie 2016 erneut in in Zusammenarbeit mit TNS Emnid und dem GIGA German Institute of Global and Area Studies. Befragt wurden im Herbst 2015 rund 1.000 Personen aus Deutschland und China sowie 200 Wirtschaftsentscheider und 100 politische Entscheider beider Länder.

Chinesen sehen große Chancen in der Digitalisierung

Vier von fünf befragten Chinesen sehen die Digitalisierung positiv. Sie nutze der Gesellschaft deutlich mehr als sie schade, so das Fazit. Die chinesischen Befragten nehmen an, dass die Deutschen digitalen Innovationen ähnlich positiv bewerten. Jedoch beurteilen nur 63 Prozent der Deutschen die Digitalisierung positiv.

Eine Skepsis, die sich auch an anderer Stelle fortsetzt: Während die Chinesen erwarten, dass die Digitalisierung neue Arbeitsplätze schafft, glauben die Deutschen mehrheitlich (60 Prozent), dass die Digitalisierung den Abbau von Arbeitsplätze bedingt. Auch der Weitergabe von Daten sehen die Chinesen unkritisch. 67 Prozent der Befragten würden Ihre Gesundheitsdaten an die Krankenkasse weitergeben, wenn dies ihnen finanzielle Vorteile sichere. Nur 23 Prozent der Deutschen wären dazu bereit.

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Hier geht es zur Huawei-Studie 2016

Deutsche glauben an Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Technikprodukte

Das zentrale Kapitel der Huawei-Studie – seit der ersten Ausgabe – beinhaltet die Themen Wirtschaft und Innovation. Der Fokus der Analyse liegt auf den bilateralen Beziehungen, der Innovationsfähigkeit und der Produktqualität.

Das Vertrauen auf deutsche Innovationen ist groß: 89 Prozent der Chinesen sagen, dass deutsche Unternehmen in der Lage sind, Hightech-Produkte herzustellen. 83 Prozent der Deutschen wiederum trauen dies auch den Chinesen zu. Chinesische Technologieprodukte werden von gut zwei Dritteln der deutschen Befragten als international wettbewerbsfähig gesehen.

Zudem steht Huawei bei der Abfrage der Bekanntheit chinesischer Marken in Deutschland mit 30 Prozent an zweiter Stelle. Auffallend ist, wie mit zunehmender Markenbekanntheit auch die Überzeugung wächst, dass chinesische Unternehmen innovativ seien.

„Deutsche Charaktereigenschaften“ und „chinesisches Essen“

Befragt nach spontanen Assoziationen liegen bei chinesischen Teilnehmern die Antworten „starke Wirtschaft, Automobilindustrie und deutsche Charaktereigenschaften“ vorn. Wenn an China gedacht wird, bringen viele Deutsche das Land mit den Begriffen „Wirtschaftsmacht, Bevölkerungswachstum und chinesisches Essen“ in Verbindung.

Klischees werden also nach wie vor bedient. „Dennoch“, sagt der Vice President von Huawei Deutschland, Torsten Küpper, „ist das Interesse der Menschen in Deutschland und China aneinander gleichweg hoch. Die besten Voraussetzungen, um den interkulturellen Dialog zwischen beiden Ländern zu intensivieren und mehr Angebote für einen Austausch zu schaffen. Genau das soll die Huawei-Studie leisten.“

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