Gemeinsame Lösungen für die digitale Transformation

Das Internet der Dinge wächst weiter deutlich. Und so sagen die Berater von McKinsey in einer Studie dem IoT 2025 einen wirtschaftlichen Mehrwert von bis zu 11 Billionen Dollar weltweit voraus. Und die Boston Consulting Group stellte fest: Risikofreudige Großanleger haben bereits in den vergangenen Jahren mehrere Milliarden Dollar in „vernetzte Dinge“ investiert.

Beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos wurde sogar von einer vierten Industriellen Revolution, von einer digitalen Revolution, von einem neuen Maschinenzeitalter gesprochen. So bestimmen Trends wie Hyperconnectivity oder die maschinelle Intelligenz das Internet der Dinge. Sie ermöglichen die Digitalisierung von Unternehmensprozessen, bedeuten mehr Effizienz und bieten Raum für Innovation und neu Geschäftsmodelle.

Entscheidend dafür sind folgende technologische Entwicklungen:

  • Dauerhaftes Wachstum der Rechenleistung (Mooresches Gesetz)
  • Einführung des Cloud Computing
  • (Predictive) Big Data Analytics
  • Neue Möglichkeiten des maschinellen Lernens
  • Reduzierung der Sensoren- und Speicherkosten

Einfluss des IoT wird unterschätzt

Diese zukünftige Perspektive bringt einen Irrtum mit sich, dem viele Unternehmen bisher erliegen: Sie glauben, dass ihnen das IoT als entwickelte Technologie von Startups marktgerecht serviert wird. Diese abwartende Haltung mag mit der Einführung der Share Economy zusammenhängen, die anfangs als ähnlich gefährlich für traditionelle Geschäftsmodelle interpretiert wurde, allerdings nicht im Geringsten mit der Komplexität einer auf IoT-basierenden Wirtschaft zu vergleichen ist.

SAP glaubt, dass viele Unternehmen die heutige Relevanz und den zukünftigen Einfluss des IoT unterschätzen. Wer auf das IoT wartet, verpasst die Chance ­in die digitale Wirtschaft einzusteigen und sich Wettbewerbsvorteile zu sichern. Umso wichtiger erscheint es, den Wert eines End-to-End-IoT-Szenarios hervorzuheben und Führungskräfte in IT und Wirtschaft zu ermutigen, nun klein anzufangen, aber groß zu denken.

Strategischen Partnerschaften kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Das Internet of Everything (IoE) ist viel zu groß um von einem Unternehmen gemanagt zu werden; es ist abhängig von einem integrierten Ökosystem. Aus diesem Grund ist SAP stolz auf die strategische Partnerschaft mit Huawei.

SAPs Weg zum IoT

Mit mehr als 40 Jahren Marktführerschaft im Bereich der Unternehmenssoftware hat sich SAP das Ziel gesetzt, das IoT für die Endanwender in Unternehmen verfügbar zu machen und es universell zu vernetzen. Basierend auf einem durchgehenden Daten- und Prozessfluss kreieren SAPs Lösungen intelligente Einsichten und steuern einflussreiche Aktionen – von den produzierenden (maschinellen) Einheiten bis hin zu den Unternehmensprozessen im digitalen Kern des Unternehmens. Diese Lösungen werden mit der gezielten Nutzung von erweiterten machine-learning Algorithmen effektiver, während Daten gesammelt werden um spezifische Ereignisse mit steigender Genauigkeit und automatischen Vorbeugungsmaßnahmen vorherzusagen.

Für Kunden entwickelte Lösungen haben bereits bewiesen, dass diese Szenarien nicht nur eine beispielhafte operative Effizienz vorantreiben, sondern auch völlig neue Geschäftsmodelle ermöglichen; etwa die Transformation eines traditionellen Produkts in einen innovativen Dienst mit flexiblen „pay-per-use“-Zahlungsoptionen. Mit Hilfe des IoT lässt sich so ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in einen unruhigen digitalen Markt sichern.

Diese sogenannten „Closed-Loop“-Szenarien werden durch ein IoT-Schichtmodell ermöglicht, das von SAP über wichtige Partnerschaften – etwa mit Huawei – gesichert wird.

„IoT Backbone“

Eine Cloud-Plattform („IoT Backbone“) transferiert maschinell-sensorisch erzeugten Daten in die digitalen Kerngeschäftsprozesse. Diese sichere, offene und ausbaufähige IoT-Plattform basiert auf der HANA Cloud Plattform (HCP). Neben der gewohnten Leistung, einer standardisierten API und entsprechenden Interfaces werden weiterhin rekonfigurierbare Closed-Loop-Unternehmensprozesse unterstützt.

HCP ermöglicht außerdem die Differenzierung von IoT-Analysen und Anwendungen auf oberster Ebene. Kunden und Partner konstruieren, erweitern und integrieren IoT-Anwendungen und profitieren von wiederverwendbaren IoT-Anwendungsservices.

SAPs IoT-Schichtmodell wird durch eine umfassende Sicherheitsarchitektur geschützt, die eine hohe Datenintegrität gewährleistet. Effektive Verschlüsslungsmechanismen bei jedem internen und externem Zugriff sind obligatorisch.

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Mehr Informationen finden Sie hier.

McKinsey-Studie zum IoT

World Economic Forum – IoT-Report

SAP – IoT

Digitale Transformation – neue gemeinsame Strategien

Leistungsstarke Technologien definieren mögliche IoT-Szenarien. Sie verändern grundlegend traditionelle Geschäftsmodelle und schaffen neue Werte. SAP und Huawei kooperieren um das Wachstumspotential des IoT zu analysieren und mögliche Vorteile wirksam einzusetzen. Ziel ist es umfassende End-to-End-Lösungen für IoT anbieten und die Einbindung des IoT in bestehende Geschäftsprozesse zu erleichtern und Risiken zu minimieren.

Dies wird im Rahmen eines Projekts im Hinblick auf Verkehrsdaten deutlich. In den USA zahlen Verkehrsunfälle nach wie vor zu den Haupttodesursachen (Traffic Safety Culture Index). SAP entwickelt derzeit eine auf IoT-basierende Lösung, die die Verkehrssicherheit erhöhen soll, indem Daten aus dem öffentlichen Personenverkehr (Schulbusse, Busse, LKWs) permanent analysiert werden. Gewonnen werden diese Daten über ein von Huawei in den Fahrzeugen installiertes intelligentes IoT-Gateway-Tool.

Während der Fahrt werden Sensordaten sammeln und in SAPs SQLAnywhere – einem lokalen Datenbank des IoT-Gateway – gespeichert. Nach dem Upload via 3G oder Wi-Fi in die SAP HANA Database folgen umfangreiche Analysen zum Fahrverhalten. Mehreren großen Unternehmen weltweit wurde bereits diese Lösung vorgestellt. Es ist erst der Anfang der Kooperation zwischen SAP und Huawei.

Gastbeitrag von Tanja Rueckert, Executive Vice President, IoT & Customer Innovation Unit, SAP SE

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