Huawei und das Fraunhofer-Institut ESK veröffentlichen Whitepaper als Referenzarchitektur.

In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik (ESK) hat Huawei ein Whitepaper verfasst, das eine Referenzarchitektur für das Industrial Internet of Things (IIoT) liefert. Unter dem Motto „Leading New ICT, Enabling Digital Transformation“ arbeitet Huawei bereits mit seinen Partnern an zahlreichen Schlüsselprojekten im Rahmen der Industrie 4.0. Mit der wachsenden Anzahl an Verbindungspunkten wie Sensoren, Aktuatoren, eingebetteten Systemen und Netzwerken im IIoT steigt dessen Komplexität. Das Whitepaper „Industrial Internet of Things: Referenzarchitektur für die Kommunikation“ kann nun als Leitfaden für die Systementwicklung genutzt werden.

Es liefert grundlegende Definitionen. Sie beinhalten wichtige Features wie Skalierbarkeit, Echtzeitfähigkeit, Interoperabilität sowie Datenschutz und Sicherheit. Auf Basis der Kommunikations-Referenzarchitektur für das IIoT sollen sich zukünftig weitere Referenzarchitekturen eines realen IIoT umsetzen lassen.

Eine Hand über der sich viele Icons grafisch abheben

Lokale und globale Schwerpunkte

Inhaltlich vertritt das Whitepaper zwei zentrale Prämissen: Für die Vernetzung zwischen physischen Geräten und der ersten logischen Informationsebene, dem Edge Computing, steht der lokale Bereich zur Verfügung. Der globale Bereich dient hingegen der Vernetzung zwischen Diensten und Anwendungen, die auf der Ebene des Cloud Computings bereitgestellt werden. Edge und Cloud Computing stellen die logischen Ebenen dar, auf denen digitale Dienste und Anwendungen implementiert werden können. Dazu zählen beispielsweise die „smarte“ Energieverteilung oder Anwendungen für das vernetzte Auto.

Da bisherige Referenzarchitekturen für das IIoT – RAMI 4.0 und IIRA – die Abbildung der logischen Architekturen auf verteilte Informations- und Kommunikationssysteme außer Acht ließen, gebe es eine Lücke, die nun von dem durch Huawei und dem Fraunhofer-Institut ESK geschaffenen Whitepaper geschlossen werden könne, so Studienleiter Dr.-Ing. Mike Heidrich. Der Studienleiter sagt zudem: „Diese Lücke wollen wir mit dem vorliegenden Whitepaper schließen und ein einheitliches Modell schaffen, auf dessen Basis sich die erwähnten, verschiedenen semantischen Referenzarchitekturen eines realen IIoT umsetzen lassen.“

„Als nächsten Schritt werden wir unser Modell mit den relevanten Organisationen und Unternehmen diskutieren“, kündigt Dr. Jesse Jijun Luo an, Director Solution Management and Marketing Europe bei Huawei Technologies Deutschland. „Im Mittelpunkt dabei steht, die vorgestellte Kommunikations-Referenzarchitektur mit den bereits vorhandenen Modellen abzugleichen und dabei auch neueste Technologien einzubeziehen.“

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