1997 veröffentlichte der britische Stadtplaner Michael Batty eine bemerkenswerte Prognose: „The Computable City“. Im Jahr 2050, sagte Batty voraus, würden Computern und Kommunikations-technologien verschmelzen, Highways und „smarte Gebäude“ würden via Internet als eigene Infrastruktur vernetzt sein. „Alles um uns herum“, so schrieb er, „wird in irgendeiner Form ein Computer sein.“

Die Entwicklung von „Smart Projects“

Professor Michael Betty war einer der ersten, die ein neues Konzept – das der „Smart City“ –vorlegten. Ein Fehler unterlief ihm dennoch: Er unterschätzte wie schnell diese Vision Realität wird. Laut dem UN World Urbanization Prospects Report 2011 lebte vor vier Jahren bereits die Hälfte der Weltbevölkerung, also 3,6 Milliarden Menschen, in Städten. Diese Zahl wird bis 2050 auf mehr als 6,3 Milliarden oder 75 Prozent der Weltbevölkerung steigen.

Die schnell voranschreitende Urbanisierung baut einen enormen Druck auf Verkehrsnetze, Rettungsdienste und die gesamte öffentliche Infrastruktur. Bereits in mehr als 2.500 Städten sind weltweit „Smart Projects“ in Arbeit. Große Datenmengen zu kommunalen Aufgaben wie etwa dem Transport, dem Gesundheitswesen, der öffentliche Sicherheit werden gesammelt.

Die Daten liefern nicht nur offensichtlichen Quellen, wie Verkehrskameras oder die Bevölkerung selbst, sondern vermehrt auch Sensoren, die an Straßenlaternen, Bussen, Mülleimern und manchmal direkt im Straßenboden angebracht sind. Stück für Stück hilft das sogenannte Internet of Things (IoT) den Städten dabei, sich zu organisieren und auf alles, sei es eine kaputte Wasserleitung oder ein Autounfall, schnell und effizient zu reagieren. Diese Systeme werden brauchen in immer kürzeren Abständen neue Updates, werden immer schneller durch neue technologische Innovationen ersetzt.

Smarte Städte „in Action“

Ein gutes Beispiel für diese Entwicklung ist die alte spanische Hafenstadt Santander. Dank einer EU-Subvention in Höhe von 11 Millionen Euro im Jahr 2011 wurden über 12.000 Sensoren installiert, die nun alles, vom Grad der Luftverschmutzung bis hin zu freien Parkplätzen, erfassen.

Straßenlaternen werden automatisch gedimmt, wenn sich niemand in deren Nähe befindet. Mülleimer melden an die Müllabfuhr, wenn sie voll sind. Mit diesen Vorteilen spart die Verwaltung etwa 25 Prozent des vorherigen Strombedarfs und 20 Prozent Entsorgungskosten ein. Die Daten werden mit Hilfe großer Cloud-Computing-Server, die in Santander „Command-and-Control-Center“ genannt werden, gesammelt.

In einer Smart City werden riesige Datenmengen produziert. Experten schätzen, dass wir 2016 in städtischen Gebieten 4,1 TB an Informationen pro Tag und Quadratkilometer erzeugen. Das sind 10,1 TB pro Quadratmeile. Das Center in Santander dient aber nicht nur der Verwaltung vor Ort. Die Sensordaten werden auch den Bürgern zugänglich gemacht. Über ihre Smartphones können die Bürger auf aktuelle Infos über den Verkehr, die Parkmöglichkeiten oder sogar die Pollenbelastung zurückgreifen.

Agilität ist der Schlüssel zum Erfolg

Andere „Smart City“-Projekte sind noch vielfältiger. In Norwegen werden die Abfahrtszeiten von mehr als 40.000 Bushaltestellen des Transportunternehmens Kolumbus regelmäßig über den Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt. Passagiere können einen zweidimensionalen Barcode scannen, den Quick-Response-Code (QR), der an jeder Haltestelle vorhanden ist um Ihre Bewertungen der jeweiligen Linie abgeben. In Boston wiederum nutzt das System ShotSpotter Sensoren, um Schüsse zu orten, um wiederum Gewaltverbrechen frühzeitig zu erkennen.

Neue Technologien werden die immense Menge an Informationen, die in einer Smart City entstehen, zu kanalisieren. Dabei hilft ein agiles Netzwerk: Ein System, das Daten automatisch kontrolliert und konfiguriert. Diese Daten können auch über eine Vielzahl an Geräten verteilt werden.

Huawei Enterprise kennt sich mit den Bausteinen von Smart Cities aus – etwa mit agilen Netzwerken und Cloud-Computing-Datenzentren. „Traditionelle Unternehmen werden, angeführt durch die Trends Big Data, Cloud Computing, Mobilität und Sozialisierung zu digitalen Unternehmen. Darum braucht es einen Wechsel der IT-Infrastruktur“, so Leon He, Präsident der Huaweis Enterprise Business Group in Westeuropa. Bisher hat das Unternehmen an mehr als 60 Smart-City-Projekten mitgearbeitet – von intelligenten Verkehrsinitiativen in Ecuador und auf den Malediven bis hin zu Notfall-Services in Nigeria, Venezuela und Laos.

Eine weitere wichtige Komponente der Smart Cities ist Geschwindigkeit und die Verlässlichkeit der Kommunikation. 2013 nutzte Huawei Enterprise sein 4G-Drahtlossystem, Enterprise LTE (eLTE), um das weltweit erste städtische Schienennetzwerk in Zhengzhou, China in Betrieb zu nehmen. Die Technologie vereint Daten-, Voice- und Videoübertragungen in einem Netzwerk, sodass die Anzeigetafeln, CCTV und die kommunikationsbasierte Zugkontrolle auf die gleiche Infrastruktur zurückgreifen.

Komplexes Stadtmanagement mit intelligenter Technologie

Mit diesen Vorteilen können schnellere und zuverlässigere Drahtlossysteme geschaffen werden, die es den kommunalen Verwaltungen ermöglichen, ihre Dienste so anzubieten, dass sie den Anforderungen wachsender Städte entsprechen. Dennoch: Der jährliche Bevölkerungsanstieg bringt neue Herausforderungen mit sich. Unweigerlich braucht es ein komplexes Stadtmanagement mit intelligenter Technologie. „Die Urbanisierung ist eine der größten Herausforderungen weltweit“, sagt Johann Strauss, Director of Global Partner Solutions bei Huawei. „Städte sind die Zentren unserer modernen Gesellschaft – und sie werden mit jedem Tag komplexer und fordernder.“

Seit über zwei Jahrzehnten sammelt Huawei Erfahrungen und liefert Lösungen für „Smart Cities“, „Smart Transportation“, „Smart Grids“ und „Smarter Tourism“. Alles auf der „Smart City Information Highway“-Strategie basierend. Huaweis Ziel ist es, gemeinsam mit kompetenten Partnern aus der Industrie, Smart Cities zu erschaffen, die zukünftig allen Menschen weltweit gute Lebensbedingungen bieten.

Gastbeitrag von Chris Bell, BBC

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